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25 Jahre Ukraine-Hilfe

Wenn wir 25 Jahre Ukraine-Hilfe Revue passieren lassen, dann ist es nicht die Anzahl der Jahre, die uns beeindruckt und staunen lässt, sondern all das, was an Gutem, Hilfreichem und Schönem geworden ist. Wir sind beeindruckt, was alles möglich ist, wenn viele Menschen auf unterschiedliche Weise geben und mit anpacken. Und wir staunen über Gottes Gnade und Segen, was er alles gelingen ließ. Am Anfang hätten wir nicht gedacht, dass wir solange in diesem Land bleiben würden, doch die Not und Bedürftigkeit vieler ukrainischer Menschen jeglichen Alters haben uns etwas anderes gelehrt. Solange wir gebraucht werden und unsere Hilfe gewünscht wird, dürfen und werden wir uns nicht zurückziehen. Und so wie die derzeitige wirtschaftliche Lage ist, wird sich da auch in absehbarer Zeit nichts ändern.



Ungewöhnlicher Anfang
Sie werden lachen, die Bibel.“, antwortete der Schriftsteller Bertold Brecht auf die Frage nach seiner  Lieblingslektüre. Und mit eben diesem Buch ist auch die Ukraine-Hilfe letztlich entstanden. Im Frühjahr 1993 waren Ingenieure aus Kiew zur Fortbildung in Freiburg und äußerten gegenüber der Übersetzerin die Bitte um Bibeln in ihrer Landessprache. Topadresse für dieses ungewöhnliche Anliegen war die Gründerin des S’Einlädele, Schwester Inge Kimmerle, die kurzum russische Bibeln bestellte und sie den Ingenieuren mit einem Schnelleinführung in das Buch der Bücher überreichte. Und plötzlich lag eine Einladung auf dem Tisch, nach Kiew zu kommen, um modellhaft erstmals Religionsunterricht in einem Gymnasium zu geben. Die erste Reise erfolgte drei Monate später. Die Krankheitsnot, die die Reiseteilnehmer dort hautnah erlebten, war erschütternd und verlangte nach einer praktischen Antwort. Die Ukraine-Hilfe wurde ins Leben gerufen und bei jedem der folgenden Besuche wurden wir mit immer neuen notvollen Situationen konfrontiert.



Not wendende Hilfe
Im Laufe der Jahre haben sich viele Menschen in Freiburg und Umgebung in diese Not wendende Hilfe eingeklinkt. Dadurch konnten wir vielen Menschen gezielt und wirkungsvoll helfen und viele wichtige Baumaßnahmen und Hilfsprojekte sind unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ entstanden. Darauf kam es uns immer an: dass die Hilfe auch wirklich dort ankommt, wo sie gebraucht wird und wo sie sinnvoll dazu beiträgt, dass Menschen neue Perspektiven und Existenzgrundlagen für ihr Leben erhalten. In enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Einrichtungen vor Ort werden konkrete Schritte zur Weiter- oder Neuentwicklung von Projekten ausgearbeitet. Erklärtes Ziel ist es darüber hinaus, dass die Einrichtungen und Organisationen zu gegebener Zeit aus der Abhängigkeit herauskommen. Deshalb wird die Selbstständigkeit gefördert. Alle Projekte sind aus der Not geboren und das bedeutet, dass die Hilfe sich immer nach den Bedürfnissen vor Ort richtet.



Ganzheitlicher Aspekt
„Kommt und teilt mit uns, nicht nur was ihr habt, sondern auch was ihr seid“, lautete die Bitte vieler Ukrainer bei einem unserer ersten Kiew-Reisen. Diese Worte haben bis heute nichts von ihrer Bedeutung und Dringlichkeit verloren. Bei all unseren Hilfsmaßnahmen haben wir immer den ganzheitlichen Aspekt im Blick, was bedeutet, die lebensverändernde und Hoffnung gebende Botschaft von Jesus Christus in Wort und Tat weiter zu geben.